Duisburg (LiZ): Mehr als eine Million Menschen wurden zur Love-Parade in Duisburg erwartet. Weniger als die Hälfte hätte auf dem groben Schotter des eingezäunten Geländes Platz finden können. Der Weg zu dem Güterbahnhofsgelände führte durch einen Tunnel, der zugleich einziger Fluchtweg war. Die von der Aussicht auf hohen Profit getriebene chaotische Planung kostete 19 junge Menschen das Leben und über 340 wurden zum Teil schwer verletzt.
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„Meine Gedanken sind bei den Familien, die heute ihre Angehörigen verloren haben. Meine Gefühle sind bei den vielen jungen Menschen, die heute grauenvolle Szenen erleben mussten, statt ausgelassen feiern zu können."
Anna Conrads, innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Landtag und Duisburgerin ergänzt: "Bochum war ehrlich genug, die Veranstaltung abzusagen, weil es massive Sicherheitsbedenken gab. Eine Veranstaltung zu genehmigen, bei der von vornherein klar ist, dass der Veranstaltungsort gerade für ein Drittel der Besucherinnen ausreichen wird, die noch dazu durch ein Nadelöhr geschleust werden müssen, ist unverantwortlich! DIE LINKE fordert eine transparente Aufklärung der Situation und personelle Konsequenzen."